Max Reger

Leben

Reger wurde 1873 in Brand in der Oberpfalz geboren und wuchs in der nahe gelegenen Stadt Weiden auf. Er erhielt schon früh musikalische Unterweisung. Nach Studien bei dem berühmten Musiktheoretiker Hugo Riemann an den Konservatorien in Sondershausen und Wiesbaden erlitt Reger in Folge seiner Militärdienstzeit und beruflicher Rückschläge einen nervlichen und physischen Zusammenbruch und kehrte 1898 ins Elternhaus zurück. Dort steigerte sich Regers musikalische Tätigkeit enorm. 1901 siedelte er nach München um, wo er sich mehr musikalische Anregungen erhoffte als in der Oberpfalz.


1902 heiratete Reger die geschiedene Protestantin Elsa von Bercken, was seine Exkommunikation zur Folge hatte. Die Trauung fand am 7. Dezember 1902 in Bad Boll statt. Als Komponist wie als konzertierender Pianist war Reger in dieser Zeit äußerst produktiv. 1905 wurde er als Nachfolger Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen, legte sein Amt aber bereits ein Jahr später wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend konservativen Lehrkörper nieder. Zu seinen Schülern zählten u.a. Joseph Haas, Othmar Schoeck, Johanna Senfter, Botho Sigwart zu Eulenburg, Hermann Keller, Hermann Grabner, Fritz Lubrich sowie der spätere Filmkomponist Willy Schmidt-Gentner.

Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfing Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig; Konzert- und Kompositionstätigkeit behielt er bei. Während er schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgegeben hatte, trat er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters bei der in jener Zeit berühmten Meininger Hofkapelle an. 1910 wurde er zum Dr. h. c. der Medizin in Berlin ernannt. Schon lange bevor er dieses Amt übernahm, formulierte er diesen Satz, Zitat: „Es gibt nur ein Orchester, das ich haben möchte: Meiningen“. Nach einem Schlaganfall Anfang 1914 musste Reger diese Tätigkeit wieder aufgeben. Die intensive Kompositions- und Konzertiertätigkeit führte er auch fort, nachdem er 1915 nach Jena gezogen war, von wo aus er einmal wöchentlich für seine Lehrveranstaltungen nach Leipzig fuhr. Auf der letzten derartigen Reise erlag Reger im Mai 1916 einem Herzversagen. Regers Urne wurde 1930 auf Wunsch seiner Witwe Elsa Reger von Jena auf den Münchner Waldfriedhof überführt, da sie 1929 nach München zurückgekehrt ist.

Werk und Wirkung

Berühmtheit erlangte Reger vor allem durch seine Kompositionen für die Orgel. Bereits in seiner Wiesbadener Zeit hatte Reger – obwohl selbst „katholisch bis in die Fingerspitzen“ – eine besondere Affinität für protestantische Choräle entwickelt, die ihn mit seinem großen Vorbild Johann Sebastian Bach verband. Reger entdeckte die alten barocken Gattungen Choralvorspiel, Phantasie und Fuge sowie Passacaglia wieder und entwickelte sie weiter. Besonders zu erwähnen sind die kühnen Choralphantasien.

Während Regers formale Quellen im Barock liegen, steht er klanglich eher in der Tradition von Brahms und Liszt. Ebenfalls schätze er Richard Wagner, dessen Parsifal ihn einst bewogen hatte, Musiker zu werden, erklärte aber: »Der Brahmsnebel wird bleiben – mir ist er lieber als die Gluthitze von Wagner«[1]. Daneben gilt Reger aber auch als Vollender der „chromatischen Polyphonie“, die einst von seinem Vorbild Bach gepflegt wurde. Der 16-jährige Reger soll selbst gesagt haben, dass zwischen Harmonielehre und Kontrapunkt „gar kein sonderlich großer Unterschied“ bestehe.

Obwohl zu Lebzeiten gefeiert wie kaum ein anderer Komponist, musste Reger sich zeitlebens Anfeindungen seitens der nationalistisch-traditionalistischen Musikszene – von ihm „Philister“ genannt – gegen seine Orgelwerke gefallen lassen. „Meine Orgelsachen sind schwer“, schrieb er 1900 an seinen Freund, den Organisten Gustav Beckmann, „es gehört ein über die Technik souverän herrschender geistvoller Spieler dazu[2] … Man macht mir oft den Vorwurf, dass ich absichtlich so schwer schreibe; gegen diesen Vorwurf habe ich nur eine Antwort, dass keine Note zuviel darin steht.“[3] Dennoch revidierte Reger auf Wunsch seines engen Freundes und Interpreten Karl Straube einige seiner Orgelwerke im Nachhinein, sodass von einigen Stücken – beispielsweise der Phantasie und Fuge op.135b – zwei Fassungen existieren.

Auch in den Bereichen Kammermusik (u. a. Literatur für Streicher solo), Lied, Chor- und Orchestermusik hat Reger Bedeutendes geleistet.

Reger hatte nachhaltigen Einfluss auf die Neue Wiener Schule, und er war in den 1920er Jahren der am häufigsten interpretierte zeitgenössische Komponist im deutschsprachigen Raum. Paul Hindemith äußerte in einem Gespräch mit dem Reger-Biographen Helmut Wirth: „Max Reger war der letzte Riese in der Musik. Ich bin ohne ihn gar nicht zu denken.“[4] Der 15jährige Sergei Prokofiew saß im Publikum, als Reger 1906 in Sankt Petersburg ein Konzert gab (Reger dirigierte seine Serenade G-Dur op. 95), und Prokofjew teilte Jahre später mit, dass er von der Wirkung des Werkes fasziniert war. Regers Wirkung auf komponierende Zeitgenossen war aber durchaus auch zwiespältig: Beispielsweise fand Strawinsky seine Musik ebenso abstoßend wie die Erscheinung des Komponisten[5].

Regers Kompositionen werden, u. a. von ihm selbst, als technisch sehr schwer beschrieben und sind es in der Tat in einem Maße, das Interpreten abschreckt, zumal sie noch immer ähnlich polarisierend auf ein größeres Publikum wirken, wie diejenigen von Brahms, Bruckner und Wagner. Eine ganze Reihe von Werken zeichnen sich durch erhebliche Erweiterung der Tonalitat aus (u. a. die „Symphonische Fantasie und Fuge“ op. 57 und besonders das „Violinkonzert“ op. 101), die über Dagewesenes weit hinausgeht.

Die „Fis-moll Variationen“ op. 73 und die „Bach-Variationen“ op. 81 sind ihrem Rang nach nur vergleichbar mit J.S. Bach (Goldberg), Beethoven (Diabelli) und Brahms (Paganini).

In seinen letzten Schaffensjahren bemühte sich Reger um eine Vereinfachung des Satzes zugunsten größtmöglicher Klarheit und Subtilität. Die „Sturm- und Trankjahre“, wie Reger sie bezeichnete, waren vorüber, und Reger deklarierte seinen Personalstil nun als „freien Jenaischen Stil“ (Reger erhielt einen Ruf als Universitätsmusikdirektor in Leipzig und lebte ab 1915 in Jena). In diese Schaffensperiode fallen die berühmtesten Werke, wie z. B. die „Mozart-Variationen“ op.132, in welchen er das bekannte, von Mozart selbst bereits variierte Thema der Klaviersonate A-Dur KV 331 verwendet, oder auch das „Klarinettenquintett A-Dur“ op. 146, sein letztes Werk.

Regers Bedeutung wurde kontrovers bewertet. Ein vernichtendes Urteil über Regers Schaffen formulierte sein ehemaliger Kompositionslehrer Hugo Riemann (erschienen in „Gesammelte Aufsätze zur Ästhetik, Theorie und Geschichte der Musik“). Die Tatsache, als Komponist des Fin de siècle zwischen Mahlers letzter Sinfonie und Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ wirksam gewesen zu sein, hat bewirkt, dass Regers Werk lange Zeit beim breiteren Publikum wenig präsent war. Unter anderem ist es den Aktivitäten des Max-Reger-Archivs in Meiningen, des Max-Reger-Instituts Karlsruhe und den Max-Reger-Tagen in Weiden zu verdanken, dass dem Werk Regers eine Renaissance in den Konzertsälen widerfährt. Reger selbst hat prognostiziert: „In einigen Jahren wird man mich als reaktionär bezeichnen und zum alten Eisen werfen, aber meine Zeit wird kommen …“.

Der künstlerische und persönliche Nachlass von Max Reger wird im 1920 gegründeten Max-Reger-Archiv im Schloss Elisabethenburg in Meiningen aufbewahrt und präsentiert. Das von seiner Witwe Elsa Reger ins Leben gerufene Archiv ist gleichzeitig Begegnungs- und Forschungsstätte für Reger-Freunde und Musikwissenschaftler. 1932 wurde die von Max Reger inspirierte „Reger-Orgel“ in der Meininger Stadtkirche von Erhard Mauersberger eingeweiht. 1947 begründete Elsa Reger weiterhin das Max-Reger-Institut mit der Elsa-Reger-Stiftung, das mittlerweile die weltweit größte Reger-Autographensammlung besitzt und bis Ende 1986 alleiniger Träger der Urheberheberrechte an Regers Werken war.[6]

Kompositionen

Orgelwerke mit Opus-Zahl

  • Drei Orgelstücke op. 7 (1892):
    • Präludium und Fuge C-Dur
    • Fantasie über „Te Deum laudamus“
    • Fuge d-Moll
  • Suite e-Moll op. 16 „Den Manen Bachs“ (1895):
    • Introduktion und Fuge
    • Adagio assai
    • Intermezzo
    • Trio
    • Passacaglia
  • Choralfantasie über „Ein feste Burg ist unser Gott“ op. 27 (1898)
  • Fantasie und Fuge c-Moll op. 29 (1898)
  • Choralfantasie über „Freu dich sehr, o meine Seele“ op. 30 (1898)
  • Erste Sonate fis-Moll op. 33 (1899)
  • Zwei Choralfantasien op. 40 (1899):
    • Nr. 1 Wie schön leucht' uns der Morgenstern
    • Nr. 2 Straf' mich nicht in deinem Zorn
  • Fantasie und Fuge über BACH op. 46 (1900)
  • Sechs Orgeltrios op. 47 (1900):
    • Canon
    • Gigue
    • Canzonetta
    • Scherzo
    • Siciliano
    • Fuge
  • Drei Choralfantasien op. 52 (1900):
    • Nr. 1 Alle Menschen müssen sterben
    • Nr. 2 Wachet auf, ruft uns die Stimme
    • Nr. 3 Halleluja, Gott zu loben
  • Fünf leichte Präludien und Fugen op. 56 (1901)
  • Symphonische Fantasie und Fuge op. 57 (1901)
  • Zwölf Stücke op. 59 (1901)
    • Präludium
    • Pastorale
    • Intermezzo
    • Kanon
    • Toccata
    • Fuge
    • Kyrie Eleison
    • Gloria in excelsis
    • Benedictus
    • Capriccio
    • Melodia
    • Te Deum
  • Zweite Sonate d-Moll op. 60 (1901):
    • Improvisation
    • Invocation
    • Introduktion und Fuge
  • Monologe op. 63 (1901/1902)
  • Zwölf Stücke op. 65 (1902)
  • 52 leicht ausführbare Choralvorspiele für die Orgel zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen op. 67 (1902)
  • Zehn Stücke op. 69 (1903):
    • Präludium e-Moll
    • Fuge e-Moll
    • Basso ostinato e-Moll
    • Moment musical D-Dur
    • Capriccio d-Moll
    • Toccata D-Dur
    • Fuge D-Dur
    • Romanze g-Moll
    • Präludium a-Moll
    • Fuge a-Moll
  • Variationen und Fuge über ein Originalthema fis-Moll op. 73 (1903)
  • Dreizehn Choralvorspiele op. 79b (1901-1903)
  • Zwölf Stücke op. 80 (1904):
    • Präludium e-Moll
    • Fughetta e-Moll
    • Canzonetta g-Moll
    • Gigue d-Moll
    • Ave Maria Des-Dur
    • Intermezzo g-Moll
    • Scherzo fis-Moll
    • Romanze a-Moll
    • Perpetuum mobile f-Moll
    • Intermezzo D-Dur
    • Toccata a-Moll
    • Fuge a-Moll
  • Vier Präludien und Fugen op. 85 (1904)
  • Zweite Suite g-Moll op. 92 (1905):
    • Präludium
    • Fuge
    • Intermezzo
    • Basso ostinato
    • Romanze
    • Toccata
    • Fuge
  • Introduktion, Passacaglia und Fuge e-Moll op. 127 (1913)
  • Neun Stücke für Orgel op. 129 (1913):
    • Toccata d-Moll
    • Fuge d-Moll
    • Kanon e-Moll
    • Melodia B-Dur
    • Capriccio g-Moll
    • Basso ostinato g-Moll
    • Intermezzo f-Moll
    • Präludium h-Moll
    • Fuge h-Moll
  • Dreißig kleine Choralvorspiele op. 135a (1914)
  • Fantasie und Fuge d-Moll op. 135b (1916)
  • Sieben Orgelstücke op. 145 (1915/1916):
    • Trauerode
    • Dankpsalm
    • Weihnachten
    • Passion
    • Ostern
    • Pfingsten
    • Siegesfeier

Orgelwerke ohne Opus-Zahl

  • Introduktion und Passacaglia d-Moll (1899)
  • Orgelpräludium c-Moll (1900)
  • Variationen und Fuge über „Heil, unserm König Heil“ (Heil dir im Siegerkranz) (1901)
  • Präludium und Fuge d-Moll (1902)
  • Schule des Triospiels. J. S. Bachs zweistimmige Inventionen, für die Orgel bearbeitet von Max Reger und Karl Straube (1903)
  • Romanze a-Moll für Harmonium, Orgelfassung vom Komponisten (1904)
  • Präludium und Fuge gis-Moll (1906)
  • Präludium und Fuge fis-Moll (1912)
  • Choralvorspiele:
    • O Traurigkeit, o Herzeleid (1893)
    • Komm, süßer Tod (1894)
    • Wer weiß, wie nahe mir mein Ende (1900)
    • Christ ist erstanden von dem Tod (1901?)
    • O Haupt voll Blut und Wunden (1904?)
    • Es kommt ein Schiff geladen (1905)
    • Wie schön leucht' uns der Morgenstern (1908?)

Orchesterwerke

  • Symphoniesatz d-Moll (1889)
  • Symphoniesatz d-Moll (1890)
  • Lyrisches Andante (Liebestraum) für Streichorchester (1898)
  • Sinfonietta A-Dur op.90 (1905)
  • Serenade G-Dur op.95 (1906)
  • Variationen und Fuge über ein Thema (aus dem Singspiel Der „Ärndtekranz“) von Johann Adam Hiller op.100 (1907)
  • Symphonischer Prolog zu einer Tragödie op.108 (1908)
  • Eine Lustspiel-Ouvertüre op.120 (1911)
  • Konzert im alten Stil F-Dur op.123 (1912)
  • Eine romantische Suite (nach Eichendorff) op.125 (1912)
  • Vier Tondichtungen nach A. Böcklin op.128 (1913), darin N°3: Die Toteninsel. Sein Schüler Fritz Lubrich jun. (1888-1971) komponierte im selben Jahr "Drei romantische Tonstücke nach Böcklinschen Bildern" für Orgel op. 37 (Nr. 3 Toteninsel).
  • Eine Ballettsuite op.130 (1913)
  • Symphonische Bearbeitung "An den Mond" (nach Schubert) für Orchester (1913/1914)
  • Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op.132 (1914)
  • Eine vaterländische Ouvertüre op.140 (1914)
  • Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven, eigene Orchesterbearbeitung von op.86 (1915)
  • Suite im alten Stil, eigene Orchesterfassung von op.93 (1916)

Werke für Soloinstrument mit Orchester

  • Zwei Romanzen für Violine und kleines Orchester op. 50 (1900)
  • Violinkonzert A-Dur op. 101 (1908)
  • Klavierkonzert f-Moll op. 114 (1910)
  • Rhapsodie für Violine und Orchester op. 147 (1916, Fragment, vollendet von Florizel von Reuter)
  • Scherzino für Streichorchester und Horn (1899)

Kammermusik

  • 6 Streichquartette d-Moll op. und g-Moll op. 54/1, A-Dur op. 54/2, d-Moll op. 74, Es-Dur op. 109 und fis-Moll op. 121 (1889–1911)
  • Streichsextett F-Dur op. 118 (1910)
  • 2 Streichtrios a-Moll op. 77b und d-Moll op. 141b (1904 und 1915)
  • Klarinettenquintett A-Dur op. 146 (1916)
  • 2 Klavierquintette c-Moll op. und c-Moll op. 64 (1898 und 1902)
  • 2 Klavierquartette d-Moll op. 113 und a-Moll op. 133 (1910 und 1914)
  • 2 Klaviertrios h- Moll op. 2 und e-Moll op. 102 (1891 und 1908)
  • 9 Violinsonaten d-Moll op. 1, D-Dur op. 3, A-Dur op. 41, C-Dur op. 72, fis-Moll op. 84, d-Moll op. 103b/1, A-Dur op. 103b/2, e-Moll op. 122 und c-Moll op. 139 (1891–1915)
  • 4 Cellosonaten f-Moll op. 5, g-Moll op. 28, F-Dur op. 78 und a-Moll op. 116 (1892–1910)
  • 3 Klarinettensonaten As-Dur op. 49/1, fis-Moll op. 49/2 und B-Dur op. 107 (1900 und 1909)
  • Diverse Werke für Violine, Viola und Violoncello solo op. 42, 91, 117, 131

Klaviermusik

  • Variationen und Fuge über ein Thema von Johann Sebastian Bach op. 81 (1904)
  • Variationen und Fuge über ein Thema von Ludwig van Beethoven op. 86 für 2 Klaviere (1904)
  • Aus meinem Tagebuch op. 82 (1904-12, 4 Hefte)
  • Introduktion, Passacaglia und Fuge op. 96 für 2 Klaviere (1906)
  • Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Philipp Telemann op. 134 (1914)
  • Träume am Kamin op. 143 (1915)
  • 4 Sonatinen für Klavier
  • zahlreiche weitere kleinere Klavierstücke

Vokalwerke

  • Hymne an den Gesang (Steiner) op. 21 (1898)
  • Gesang der Verklärten (Busse) op. 71 (1903)
  • Der 100. Psalm op. 106 (1908/09), Orgelfassung 2004 von François Callebout
  • Die Nonnen (Boelitz) op. 112 (1909)
  • Die Weihe der Nacht (Hebbel) op. 119 (1911) für Alt, Männerchor und Orchester
  • An die Hoffnung (Hölderlin) op. 124 (1912) für Alt und Orchester
  • Römischer Triumphgesang (Lingg) op. 126 (1912)
  • Hymnus der Liebe (Jacobowski) op. 136 (1914) für Bariton und Orchester
  • Der Einsiedler (Eichendorff) op. 144a (1915) für Singstimme, Chor und Orchester
  • Requiem op. 144b (1915) für Singstimme, Chor und Orchester, op. 144b (Text von Friedrich Hebbel: Seele, vergiss sie nicht, Orgelfassung 1985 von Max Beckschäfer)
  • (Lateinisches) Requiem, op.145a (Fragment: Kyrie-Satz, ein Dies-Irae-Satz ist ohne Opuszahl vorhanden)
  • Vier Choralkantaten:
    • I. Vom Himmel hoch da komm ich her. Choralkantate zu Weihnachten (1903)
    • II. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen. Choralkantate zum Totenfest (1903)
    • III. O Haupt voll Blut und Wunden. Choralkantate zum Karfreitag (1904)
    • IV. Meinen Jesum lass ich nicht. Choralkantate (1906)
  • A-cappella-Chöre, darunter
    • Geistliche Gesänge op. 110 und 138
    • O Maria, sei gegrüsst (dt. Ave Maria), op. 61 n°6
  • über 250 Klavierlieder, u.a. auf Texte von Christian Morgenstern, Stefan Zweig, Richard Dehmel, Gabriele D'Annunzio
  • Geistliche Lieder für Gesang und Orgel
    • Zwei Geistliche Gesänge für mittlere Stimme und Orgel, op. 19 (1898)
    • Drei Geistliche Gesänge für Mezzo/Bariton und Orgel (1900/1903)
    • Zwei Geistliche Gesänge für Mezzo/Bariton und Orgel/Harmonium/Klavier, op. 105 (1907)
    • Zwölf Geistliche Gesänge mit Klavier/Harmonium/Orgel-Begleitung, op. 137 (1914)

Ausgabe

  • Sämtliche Werke, 38 Bände (1954–86).

Aufnahmen für Welte-Mignon

Am 8. Dezember 1905 spielte Reger für die Freiburger Firma M. Welte & Söhne, Hersteller des Reproduktionsklaviers Welte-Mignon, zehn eigene Kompositionen auf Klavierrollen ein:

  • Silhouette D-Dur Op. 53, 2
  • Silhouette Fis-Dur Op. 53, 3
  • Aus meinem Tagebuch, Buch I Op. 82, 3, Andante sostenuto
  • Aus meinem Tagebuch, Buch I Op. 82, 5, Moderato
  • Aus meinem Tagebuch, Buch I Op. 82, 6, Sostenuto
  • Aus meinem Tagebuch, Buch I Op. 82, 10, Andante innocente
  • Aus meinem Tagebuch, Buch I Op. 82, 11, Sostenuto ed espressivo
  • Humoresque g-Moll Op. 20, 5 aus: Fünf Humoresken für Klavier
  • Intermezzo g-Moll Op. 45, 5 aus: Sechs Intermezzi für Klavier

1913 spielte Reger auch 15 Stücke für die Welte-Philharmonie-Orgel ein.

Literatur

  • Franz Rabich: Regerlieder. Studie, Beyer und Mann, Bad Langensalza 1914.
  • Else von Hase-Koehler (hrsg): Briefe eines deutschen Meisters. Ein Lebensbild, Leipzig 1928.
  • Prof. Dr. Fritz Stein: Max Reger – sein Leben in Bildern, Bibliographisches Institut Leipzig.
  • Lotte Taube: Max Regers Meisterjahre, Edition Bote und G. Bock, Berlin W8 1941.
  • Helmut Wirth: Max Reger. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt, Hamburg 1973 (Rowohlt Bildmonographien).
  • O. und I. Schreiber (hrsg): Max Reger in seinen Konzerten, 3 Bde. Bonn 1981.
  • Susanne Popp und Susanne Shigihara: Max Reger am Wendepunkt zur Moderne, Ein Bildband mit Dokumenten aus den Beständen des Max-Reger-Instituts, Bonn 1987. ISBN 3-416-02051-0
  • Martin Weyer: Die Orgelwerke Max Regers. Wilhelmshaven 1989. ISBN 3-7959-0528-1
  • Rainer Cadenbach: Max Reger und seine Zeit, Laaber 1991. ISBN 3-89007-140-6
  • Susanne Shigihara: Reger-Studien, Wiesbaden 1993.
  • Hermann J. Busch: Die Orgelwelt Max Regers, Zur Interpretation der Orgelmusik Max Regers (Überarbeitete und aktualisierte Neuauflage), Berlin 2007.

Weblinks

Noten und Akustisches

Biographisches

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Der junge Reger. Briefe und Dokumente vor 1900, hrsg. von Susanne Popp, Wiesbaden 2000, S. 184f.
  2. http://www.kortmannonline.de/deutsch/Kritiken.html Reger in einem Brief an Gustav Beckmann, Zitat Teil 1
  3. http://www.musik-in-gaisburg.de/2009-WeigleReger.html Reger in einem Brief an Gustav Beckmann, Zitat Teil 2
  4. Max Reger. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Helmut Wirth, Hamburg 1973 (Rowohlt Bildmonographien [Auflage 1986]), S. 151
  5. Max Reger. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Helmut Wirth, Hamburg 1973 (Rowohlt Bildmonographien [Auflage 1986]), S. 152
  6. http://www1.karlsruhe.de/Kultur/Max-Reger-Institut/de/geschichte.php
Quelle: Wikipedia